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Sport-/Kulturaustausch – Softtennis
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Einige Schüler der AKS konnten in diesem April zum vierten Mal an einem Austausch der besonderen Art teilnehmen. Marietta, Leonie, Lennart, Nathan und Robin, alle in Jahrgangsstufe 9, durften nach Japan reisen, um dort mit gleichaltrigen Jugendlichen Softtennis zu spielen. Im vergangenen Jahr waren die Japaner in Kronberg. Dies erleichterte die Ankunft der Deutschen ungemein, da sich bereits in Kronberg Freundschaften entwickelt hatten und diese nun wieder aufgefrischt wurden. Das gemeinsame Softtennisspiel stand ebenso auf dem Programm wie die Erkundung Tokios und die japanische Lebensweise, denn auch diesmal wurden die Kinder in Familien untergebracht. Das machte den Austausch umso interessanter, da die japanischen Häuser eher klein sind und es nicht üblich ist, Gäste aufzunehmen. Die Begrüßung am Flughafen war herzlich. Die Gastfamilien ließen es sich nicht nehmen, persönlich die 2 Stunden Fahrt an den Flughafen zu machen, zum einen, um der persönlichen Begrüßung willen, aber auch, um die Fahrt in die Stadt mit ersten Eindrücken von Japan und Tokio zu beleben. Leider regnete und stürmte es heftig. Am Montag ging es nach einem japanischen Frühstück (Misu-Suppe und Fische) zunächst auf Sightseeing tour. Eine Tempelanlage mit wunderschönem Garten wurde besichtigt. Leider regnete es wieder heftig, aber die Japaner ignorieren das Wetter. Es gibt ja Schirme (die im übrigen auch bei Sonnenschein ihre Verwendung finden). In den folgenden Tagen stand neben diversen Besichtigungen natürlich auch der Schulbesuch an. Hier waren die Jugendlichen aus Deutschland DER Eyecatcher schlechthin. Schon wegen der Größe, aber auch wegen der Haare, die, wenn auch nicht alle blond, so doch zumindest nicht einheitlich schwarz sind. Besonders Robin testete voll Genuss die Anfänge seiner Personenverehrung und ging sichtlich erfreut und huldigend darauf ein. Den Jugendlichen aus Deutschland fiel besonders auf, dass Mädchen und Jungen getrennt im Unterricht sitzen, dass Ruhe (resp. Disziplin) während des Unterrichts herrscht, dass Mädchen und Jungen sehr distanziert miteinander umgehen.
Es wurde auch viel Softtennis gespielt. Die Mädchen durften am folgenden Wochenende an einem Turnier teilnehmen und schlugen sich tapfer.
Während der vielen Besichtigungen, die alle genießen durften und für die sich die Gasteltern viel Zeit genommen haben, gab es einige spannende Entdeckungen zu machen. Z.B sind die Toiletten eine Erwähnung wert, sind sie doch meist sehr hightechmässig ausgestattet: Die Sitze sind gewärmt, man kann verschiedene Formen der Körperspülung nutzen und Musik einschalten, um diverse Geräusche angenehm zu überspielen. Auch fällt auf, dass überall in Tokio Getränkeautomaten stehen, die neben kalten auch warme Getränke in Dosen anbieten. Man hat eine Auswahl an ca. 30 Sorten, weiß aber bis zum Schluss nicht, welches Getränk man bekommt (da alles nur auf japanisch vermerkt ist). Papierkörbe sucht man vergebens in der riesigen Stadt: Die Japaner entsorgen ihren Müll zuhause. Fremdsprachen sind ebenso selten und auch die allgemeinen Informationen der öffentlichen Verkehrsmittel sind auf japanisch. Die Verständigung war daher eher limitiert, aber nicht weniger herzlich. Handys haben alle, aber man hört weder Klingeltöne noch Gespräche. Dies sind nur einige wenige, sehr persönliche Eindrücke. Tokio ist eine gigantische Stadt, und allein die schiere Größe versetzt einen Kronberger in Staunen. Vor allem aber fällt dem Europäer auf, wie rücksichtsvoll die Japaner miteinander umgehen.
Zum Abschied zeigten die deutschen Jugendlichen ihren neuen Freunden zwei Gesellschaftstänze: zum einen die Francaise, zum anderen den amerikanischen Line-Dance. Bei ersterem waren die generell berührungsscheuen Japaner überaus zögerlich, den zweiten haben sie dafür mit viel Spaß mitgetanzt. Es war eine tolle Zeit mit vielen spannenden Eindrücken. Der sportliche Einsatz half, die sprachlichen und kulturellen Unterschiede zu nivellieren. Mit Sicherheit profitieren beide Seiten von ihren Erfahrungen. Es ist der AKS zu wünschen, dass diese Art des sportlichen und kulturellen Austausches auch in den kommenden Jahren durchgeführt werden kann.
B. Hoffmann
Schüler/innen, die an der SOFT-TENNIS-AG der AKS teilnehmen möchten, wenden sich bitte an Frau Hentschel.
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